Warum wirst du nicht direkt verstanden? Warum wird deine Nachricht gehört, aber wieder vergessen? Das ist der Fluch des Wissens. Wie du deine Nachricht so kommunizierst, dass sie in den Köpfen deiner Zielgruppe bleibt? Das erfährst du in diesem Beitrag.

Der Fluch des Wissens

Der Fluch des Wissens beschreibt eine Barriere in der Kommunikation. Eine Barriere zwischen zwei Wissensständen. Zum Beispiel zwischen einem Experten und einem Laien. 

Wenn der Experte einer breiten Masse etwas aus seinem Fachgebiet erklärt, dann ist dies oftmals ein didaktischer Aufwand. Denn die Grundlagen, Zusammenhänge und Fachtermini sind nicht bekannt. Deshalb bedienen sie sich an den Werkzeugen der Kommunikation, um den Zugang zum Thema zu erleichtern. Zum Beispiel Metaphorik oder Vergleiche.

Das Gleiche gilt in der Unternehmenswelt, besonders im Marketing. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Nachricht nicht verstanden wird, dann verfolgt dich der Fluch des Wissens. Dann sprichst du in deiner Sprache, doch nicht in der Sprache der Greifbarkeit. 

Das Resultat: Menschen ignorieren deine Nachricht. Eine Überzeugung rückt in weite Ferne. 

In diesem Video erklärt dir Stefan Knappe von Videos die begeistern den Fluch des Wissens anhand eines Beispiels aus der IT Branche.

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Die richtige Kommunikation deiner Nachricht – Das Made to Stick Prinzip

2007 veröffentlichten die Brüder Chip and Dan Heath ein Buch mit dem Namen: Made to StickDieses Buch beschäftigt sich genau mit jener Frage: Wie kommuniziere ich meine Nachricht am besten? Wie entkomme ich dem Fluch des Wissens?

Das Ziel ist es, deine Nachricht so zu vermitteln, dass deine Zielgruppe sie versteht und in Erinnerung behält. Deine Nachricht soll einen nachhaltigen Einfluss auf den Empfänger haben. Um dieses Ziel zu erreichen, musst du bei der Kommunikation ein paar Dinge beachten.

Das Design deiner Nachricht

Wie gestaltest du deine Nachricht? Wie kommunizierst du deine Nachricht? Die folgenden Punkte geben Antworten.

Halte es einfach

Überlade den Empfänger nicht mit Informationen. Das begrenzt den Fokus. Damit sorgst du keineswegs für mehr Verständlichkeit. Konzentriere dich stattdessen auf das Wesentliche. 

Was sind die wichtigsten Aussagen deines Anliegens? Beschränke dich in deiner Nachricht auf diese Aussagen. Die Kunst ist es, all dein Wissen in eine Handvoll an Aussagen zu komprimieren. 

Worauf du dich in deiner Nachricht priorisierst, hängt von deiner Zielgruppe und dessen Wissensstand ab. Du baust einen Wissensstand auf. Oder du baust auf einem Wissensstand. Nimmst du den ersten Kontakt auf? Sprichst du zu einem Kunden? Sprichst du zu deinem Mitarbeiter? 

Nehmen wir das Beispiel der IT Branche aus dem Video von Stefan. Es macht natürlich einen Unterschied, ob du dich mit deiner Software an einen IT-Mitarbeiter, oder an einen Geschäftsführer wendest. Beide haben unterschiedliche Wissensstände in der Informationstechnologie. Die beiden folgenden Videos zeigen diesen Unterschied. 

Das Unternehmen Intrexx richtet sich mit seiner Software an Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen. 

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Das Unternehmen FNT Software möchte mit seiner Nachricht IT-Mitarbeiter erreichen. Deshalb sind hier Fachbegriffe sinnvoll.

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Sei konkret, nicht allgemein 

Bei bekannten Informationen ist unser Gehirn im Autopilot. Um die Aufmerksamkeit zu wecken, musst du Wissenslücken schließen. Heißt, deine Nachricht braucht konkrete Punkte, die sich spezifisch auf den Empfänger beziehen. Konkrete Aussagen haben eine starke Aussagekraft. Zudem merken wir uns diese besser, weil sie sich auf eine konkrete Situation oder eine konkrete Handlung beziehen. Der persönliche Bezug erhöht die Relevanz deiner Aussagen. Dadurch gewinnst du schneller die Aufmerksamkeit des Empfängers. 

Nachhaltigkeit ist z. B. ein vager Begriff. Der Brita Konzern hat das Thema mit in die Unternehmensstrategie aufgenommen. Wir sollten helfen jedem Mitarbeiter konkret zu erklären, was damit gemeint ist.

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Nutze die Werkzeuge der Kommunikation

Nutze Metaphoriken, Vergleiche, Bilder und Videos, um deine Nachricht zu kommunizieren. Wir merken uns Zusammenhänge besser, als einzelne Fakten. Zudem verarbeiten wir visuelle Informationen schneller als Text und Ton. 

Schaffe eine Verbindung zwischen Nachricht und Empfänger 

Schaffe stets einen Zusammenhang zwischen deiner Nachricht und dem Empfänger. Wenn du mit deiner Nachricht einen Einfluss haben willst, dann fokussiere dich auf den Menschen, nicht auf Zahlen & Fakten. Zum Beispiel in dem du dich auf eine konkrete Situation beziehst. Du musst dem Empfänger zeigen, warum deine Nachricht für ihn relevant ist. Dann hast du seine Aufmerksamkeit.

Ein Beispiel: Beantworte Fragen, anstatt in Antworten zu sprechen. Soll heißen, kommuniziere immer zuerst das Warum? dann das Wie? 

Erzähl eine Geschichte

Eine Geschichte ist eine effektive Verpackung für eine Nachricht. Denn eine Geschichte kommuniziert deine Nachricht mit einer Entwicklung. Durch das Vorher & Nachher gibst du deinen Aussagen mehr Bedeutung. Dieser Zusammenhang steigert das Erinnerungsvermögen beim Empfänger. 

Zudem erleichtern die Protagonisten einer Geschichte die Verbindung zwischen Nachricht und Empfänger. Denn der Empfänger identifiziert sich mit dem Protagonist und seiner Situation.

Kommuniziere deine Nachricht als Erklärvideo

Mit einem Erklärvideo kommunizierst du deine Nachricht anhand des Made to Stick Prinzips. 

Das ausgearbeitetes Skript garantiert ein schnelles Verständnis. Denn durch einen klaren Aufbau, konkrete Punkte und eine passende Wortwahl kann der Empfänger deiner Nachricht besser folgen. Eine angenehmen Sprecherstimme spricht das Skript. 

Die Animation sorgt für ein schnelleres Verständnis. Zudem gewinnen bewegte Bilder schneller die Aufmerksamkeit des Empfängers. 

Musik und Soundeffekte sorgen zusätzlich für eine lebendige Atmosphäre. So hältst du die Aufmerksamkeit des Zuschauers. 

Ein Beispiel ist das Erklärvideo von FibuNet.

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Auch eine Geschichte lässt sich optimal mit Erklärvideos kommunizieren. Der Protagonist erweckt deine Nachricht zum Leben. Er lebt sie. Dies stärkt die Verbindung zum Menschen bzw. zum Zuschauer.

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Die beiden Erklärvideos sind übrigens von uns produziert. Wenn du deine Nachricht verständlich und überzeugend kommunizieren willst, dann kontaktier uns einfach unverbindlich über das Kontaktformular.

Breche den Fluch des Wissens 

Breche des Fluch des Wissens. Sorge dafür, dass der Empfänger deine Nachricht versteht und verinnerlicht. Um das zu erreichen, musst du deine Nachricht auf den Empfänger anpassen. Was weiß er, was nicht? Was ist zunächst das Wichtigste zu wissen? Zudem gilt es deine Kommunikation vielfältig zu gestalten. Rhetorische Mitteln, wie Geschichten, verpacken deine Nachricht in ein verständliches Gesamtpaket. Visuelle Darstellung erleichtern den Zugang zum Gesagten.

Ist dir der Fluch des Wissens schon einmal begegnet? Scheibe gerne einen Kommentar. Ich freue mich auf dein Feedback. Wenn dir der Beitrag gefallen hat, dann teile ihn auch gerne mit deiner Community.