Du weißt bereits, dass Erklärvideos deine Botschaft verständlich kommunizieren? Du weißt auch, dass die Verständlichkeit und der Bezug zum Zuschauer den Erklärvideos eine starke Überzeugungskraft verleihen? Deshalb willst du nun dein eigenes Erklärvideo produzieren?! Gratulation zu deiner Entscheidung. 

Die Produktion eines Erklärvideos beinhaltet ein paar essenzielle Schritte. Diese Schritte stelle ich dir in diesem Beitrag vor. Nach dem Lesen dieses Beitrags weißt du, worauf du bei der Produktion deines Erklärvideos achten musst. 

Erklärvideos sind Champions 

Kein Wunder, dass du dein eigenes Erklärvideo produzieren willst. Schließlich erklären Erklärvideos nicht nur. Nein, sie überzeugen. 

95 % der Internetnutzer haben bereits ein Erklärvideo gesehen, um sich über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu informieren. Eine Umfrage von wyzowl zeigt zudem, dass für 83 % der Unternehmen ein Erklärvideo auf der Homepage effektiv ist. Heißt, sie sammeln mehr Leads, plus mehr Conversions durch Erklärvideos. Dropbox erreichte zum Beispiel mit einem Erklärvideo eine Conversion Rate von 10 %

Weshalb Erklärvideos so gut überzeugen? Weshalb 81 % der Unternehmen weltweit aktiv im Video-Marketing sind? Das wirst du nach diesem Beitrag besser verstehen können. 

Dein Ziel, dein Erklärvideo – Wie du dein Erklärvideo erstellst?

Dein Ziel: Dein Erklärvideo kommuniziert dein Botschaft + dein Erklärvideo überzeugt deinen Zuschauer. Die Grundvoraussetzung: Du verstehst dein Angebot. Du verstehst deinen Zuschauer.  Schließlich willst du nicht irgendein Erklärvideo produzieren. Du willst dein Erklärvideo für deine Zielgruppe produzieren!

Deine Zielgruppe 

Wenn du deine Zielgruppe erreichen willst, dann musst du die Eigenschaften & Interessen deiner Zielgruppe kennen. Noch besser ist es, wenn du die Probleme deiner Zielgruppe erkennst. 

Passend zum Thema: DEINE ERFOLGREICHE ZIELGRUPPENANALYSE

So thematisierst du mit deinem Erklärvideo genau die Probleme & Nöte deiner Zielgruppe. Das Resultat: Der Zuschauer identifiziert sich schneller mit dem Inhalt deines Erklärvideos. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Zuschauer für dein Angebot als Lösung für seinen Probleme entscheidet. 

Dein Angebot 

Um dein Produkt oder deine Dienstleistung verständlich zu erklären, benötigst du eine klare Struktur. Das heißt: Abläufe in einzelne Etappen unterteilen & Vorteile als konkrete Beispiele kommunizieren. 

Überlege dir bereits im Voraus: Welche konkreten Aussagen möchtest du kommunizieren? Welche Eigenschaften besitzt dein Produkt? Welche wichtigen Schritte umfasst deine Dienstleistung? Was sind die Vorteile deiner Leistung? 

Dein Image 

Dein Erklärvideo sollte auch optisch zu dir oder deinem Unternehmen passen. Überlege deshalb: Gibt es ein Corporate Design, gibt es einen Styleguide? Dies lässt sich später in den Style deines Erklärvideos integrieren. Somit individualisierst du dein Erklärvideo auch optisch. 

Das Konzept und das Skript deines Erklärvideos – Wie du dein Erklärvideo erstellst?

Das Konzept und das Skript sind das Fundament deines Erklärvideos. Hier stellt sich zunächst die Fragen: Wie komplex ist deine Nachricht? Welches Vorwissen hat dein Zuschauer? 

Die Kommunikation eines Change Prozesses im Unternehmen verlangt eventuell eine andere Herangehensweise als die Kommunikation eines neuen Produktes.  

Deshalb solltest du dich zunächst zwischen zwei Arten von Erklärvideos entscheiden.

Direkte Ansprache

Bei diesem Ansatz gehst du sofort into the topic. Dies ergibt Sinn, wenn der Zuschauer bereits ein gewissen Kenntnisstand von, oder einen Bezug zu der Thematik besitzt. Denn damit geht Interesse einher. Ein Beispiel ist der interne Change Prozess. Ein weiteres Beispiel ist die Erklärung der konkreten Schritte einer Dienstleistung, wie im Erklärvideo des Unternehmens McMakler:

Problem-Lösung Szenario

Doch was ist, wenn du einen Zuschauer überzeugen willst, der noch nie etwas von dem Thema gehört hat? Wie gewinnst du sein Interesse? Hier kommt das Problem-Lösung – Szenario ins Spiel. In dieser Art von Erklärvideo nimmst du Bezug auf eine konkrete Situation bzw. ein Problem deines Zuschauers. Dadurch gewinnst du schnell sein Interesse. Dann zeigst du, wie du oder dein Angebot in dieser Situation hilft. Am Ende präsentierst du die neue Situation, ohne die vorherigen Probleme. 

Ein Beispiel hierfür ist dieses Erklärvideo der matterial GmbH:

Unabhängig vom Konzept sollte dein Skript einprägsam sein. Halte die Informationen einfach und verständlich. Dies gilt insbesondere, wenn du ein komplexes Thema behandelst!

Wie du eine gute Geschichte erzählst – Storytelling 

Das Storytelling darf in einem Erklärvideo nicht fehlen. Denn mit einem Protagonisten schaffst du einen menschliche Bezug. Du kommunizierst emotionaler. Zudem lassen sich Zusammenhänge leichter nachvollziehen anhand des Protagonisten und seiner Entwicklung  besser nachvollziehen. Ein Vorteil bei der Kommunikation komplexer Themen.  

Der Grund: Dein Zuschauer identifiziert sich mit deinem Protagonisten. 

Die Voraussetzung: Du kennst deine Zielgruppe und gehst auf ihre Bedürfnisse ein

Doch wie du das Storytelling letztendlich umsetzt, das ist wiederum abhängig von dem Bezug zum Zuschauer. Stefan erklärt dir in diesem Video den Unterschied. 

Eine gute Geschichte lässt sich nach dem Konzept von John Lasseter erklären. John Lasseter war lange Zeit chief creative officer der Walt Disney Animation Studios. Er ist für weltweite Erfolge wie Findet Nemo und Toy Story mit verantwortlich. Seiner Meinung nach braucht eine gute Geschichte 5 Hauptkomponenten. 

Im Folgenden zeige ich dir diesen 5 Hautkomponenten einer guten Geschichten mit den dazugehörigen Bedeutungen für dein Marketing. 

  1. Der Held – Dein Zuschauer
  2. Das Problem – Das Problem des Zuschauers in seiner aktuellen Situation 
  3. Der Mentor – Du & Dein Unternehmen
  4. Der Plan – Deine Lösung für das Problem des Zuschauers 
  5. Die Reise – Die Anwendung oder Umsetzung deines Produktes oder deiner Dienstleistung 

Schau dir nun das folgende Erklärvideo an. Du wirst diese 5 Komponenten im Video wiederfinden. 

Der Storymarketing Experte Alexander Christiani sagte zum Storytelling: “Es ist der entscheidende Schlüsselfaktor hinter jedem Marketingdurchbruch!”

Seinen spannenden Vortrag zum Thema Storytelling gibt es hier anzuschauen: 

Dein Style, dein Erklärvideo Stil – Wie du dein Erklärvideo erstellst?

Mit Animationen hast du die Möglichkeit, deine Zielgruppe mit einzigartigen Bildern zu begeistern. 

Denn mit Animation ist alles möglich. Es ist egal wie komplex, oder nicht von dieser Welt deine Idee ist! 

Wenn du für Solarpower wirbst, dann zeigst du den finanziellen Vorteil, indem sich die Sonne in eine Münze verwandelt. Noch besser, eine Person auf der Erde fängt die Münze. Hört sich kompliziert an? Kein Problem für ein Erklärvideo. 

Der Animationsstil 

Hat dir der Stil des Erklärvideo gefallen? Wenn ja, dann gefallen dir die Animationsstile Flat Stil und Isometrisches Design. Die Entscheidung für einen Animationsstil ist ein weiterer wichtiger Schritt vor der Produktion deines Erklärvideos. Am besten du schaust dir ein paar weitere Beispiele an, z.B. auf unserem YouTube Kanal. Dann kannst du beurteilen, welcher Animationsstil dir am meisten zusagt. 

Wir haben zudem einen Artikel zu verschiedenen Animationsstilen verfasst. Dort kannst du auch die konkreten Vor- und Nachteile der Stile nachlesen. 

Tipps für die Wahl deines Animationsstiles: DIE ERKLÄRVIDEO STILE IM ÜBERBLICK

Doch ist dein favorisierter Animationsstil auch der besten um dein Angebot zu erklären bzw. zu visualisieren? Wenn du ohne eine Produktionsfirma arbeitest, dann ist dies nicht ohne weiteres zu beantworten. Denn du brauchst  bereits eine Vorstellung deines Videos. Dies führt uns zum nächsten Punkt, dem Storyboard. 

Das Storyboard

Ein Storyboard ist die visuelle Darstellung der wichtigsten Momente aus deinem Skript. Es sind meistens einfache Skizzen, ähnlich wie ein Comic. Das Storyboard hilft dir eine bessere Vorstellung von deinem Video zu bekommen. 

Welche Szenen gibt es? Welche Perspektiven werden gewählt? Welche Wirkung haben die Perspektiven? Wie sind die Übergänge zwischen den Szenen? All diese Fragen werden im Storyboard aufgegriffen.

Wie du ein erstklassiges Storyboard erstellst? Das erklärt dir The Media Insider in diesem Video. 

Die Illustration 

Nun wird es Zeit, dein Storyboard in die Tat umzusetzen. Aus einfachen Skizzen werden farbenfrohe und detailreiche Bilder. 

Bei 2D-Animationen musst du dir alle Charaktere, Objekte, Typografien und Hintergründe des animierten Videos erstellen z.B. in Programmen wie Adobe Illustrator. Alternativ lassen sich auch einzelne Templates herunterladen. 

Bei 3D-Animationen ist das Erstellen der Videoelemente deutlich komplizierter. Denn um diese im Nachhinein animieren zu können, braucht es ein detailliertes 3D-Modell jedes Elements. Diese Modellierung ist in 3D Modeling Programmen umsetzbar, doch für Laien nahezu unmöglich. Doch wenn du Interesse daran hast, dann empfehle ich dir einen Blick in das Open-Source-Programm Blender

Sobald alle Videoelemente erstellt sind, ist es Zeit für die Animation. 

Die Animation

Dieser Schritt der Produktion macht dein Video lebendig. Das Animieren von Bilddateien ist in Programme wie After Effects möglich. Doch auch die Animation ist ein Prozess, der viel Expertise verlangt, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. 

Hier ein kurzes Video zum Animationsprozess von dem millionenstarken Animator TheOdd1sOut.

Hast du noch mehr Interesse an der Kunst des Motion Designs? Dieses Video von GrumpOut bietet dir eine detaillierte Einführung in die Animation.

Dein Sound, Dein Erklärvideo – Wie du dein Erklärvideo erstellst?

Im letzten Schritt der Produktion fügst du den Ton hinzu (das Sounddesign).

Denke immer daran: Der Ton macht 50 % des Videoerlebnisses aus. 

Achte deshalb unbedingt auf die Qualität deines Tons. Die Aufnahme des Sprechers sollte nicht zu dünn oder blechend klingen, sondern einen natürlichen, warmen Klang haben. Denn nur so erzielt deine Sprechstimme einen emphatischen Effekt. 

Auch die Wahl der Hintergrundmusik ist eine wichtige Entscheidung. Denn die Hintergrundmusik bestimmt maßgeblich die Stimmung des Erklärvideos. Mit Variationen in der Hintergrundmusik erzielst du verschiedene Stimmungen, z. B. Spannung.  

Welchen Einfluss Töne und Soundeffekte auf unser Empfinden haben, das erklärt dir Stefan in diesem Video.

Mehr Tipps und Tricks zur Verwendung von Musik im Video findest du im folgenden Beitrag von uns. 

Tipps für die Verwendung von Musik im Video: DIE MAGIE DER MUSIK IM ERKLÄRVIDEO

Zusammenfassung – Wie du dein Erklärvideo erstellst!

Die Produktion eines Erklärvideos verlangt wichtige Entscheidungen im Voraus. Dazu gehören die Zielgruppenanalyse, ein Video-Konzept und die Wahl eines Animationsstiles. 

Anschließend folgen die einzelnen Arbeitsschritte.

  1. Das Skript – Schaffe die inhaltliche Basis deines Erklärvideos
  2. Das Storyboard – Visualisiere dein Skript 
  3. Die Illustration – Schaffe die Grundelemente deines Erklärvideos
  4. Die Animation – Erwecke dein Erklärvideo zum Leben
  5. Der Ton – Mach dich deinem Zuschauer verständlich

Du möchtest noch mehr zum Thema Erklärvideo-Produktion erfahren? Dann ließ dir doch unseren Artikel zu den größten Gefahren bei der Erklärvideo-Produktion durch. 

DIE GRÖSSTEN GEFAHREN BEI DER ERKLÄRVIDEO-PRODUKTION UND WIE DU DIESE VERMEIDEST

Wenn dir der Beitrag gefallen hat, dann teile ihn gerne mit deiner Community. Ich freue mich zudem auf dein Feedback über einen Kommentar. Viel Erfolg bei deiner Erklärvideo-Produktion!